Das Bild stellt ein Lager oder Logistikzentrum dar, in dem eine große Menge von Kartons und Paketen gestapelt und sortiert wird. Im Vordergrund sind Förderbänder zu sehen, die dazu dienen, die Pakete zu transportieren und zu organisieren. Arbeiter sind zu erkennen, die mit der Bearbeitung und Verwaltung der Pakete beschäftigt sind. Im Hintergrund sind hohe Regale vollgepackt mit weiteren Kartons zu sehen. Diese Umgebung ist typisch für zentrale Distributionseinheiten, in denen Waren umgeschlagen, gelagert und für den Versand vorbereitet werden.

Konjunktur Deutschland

Konjunktur Deutschland

Spürbare Erholung für 2026 zu erwarten – Risiken bleiben

Die deutsche Wirtschaft hat nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2025 nur ein mageres Wachstum von 0,2% erzielt. Die aggressive Zollpolitik der USA und ein zunehmender Wettbewerbsdruck aus China haben für spürbaren Gegenwind gesorgt. Daher waren insbesondere die Exporte und die Investitionen rückläufig. Stützende Effekte kamen dagegen von den Konsumausgaben des Staates und der privaten Haushalte.

 

 

 


Geringes Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2025


 

Für das Jahr 2026 rechnen wir nach dem Mini-Wachstum im Jahr 2025 mit einer spürbaren konjunkturellen Belebung, die entgegen vergangener Erholungsphasen nicht von der Exportwirtschaft, sondern von der internen Nachfrage getrieben werden dürfte. Dahinter stehen die schuldenfinanzierten Ausgabenprogramme für Infrastruktur und Klimaschutz sowie die erhöhten Verteidigungsausgaben. Wir rechnen für dieses Jahr mit einem Wirtschafts­wachstum von rund 1,0%.



Deutsche Konjunktur sollte sich 2026 merklich erholen

Erste Effekte der Konjunkturerholung sind schon sichtbar. Zuletzt sind die Industrieproduktion und die Auftragseingänge jeweils zum dritten Mal in Folge gestiegen. Insbesondere die Inlandsnachfrage legte zu. Vor allem die Unternehmen und damit die Investitionsnachfrage könnten immer wieder durch den erratischen Stil der Trump’schen Handelspolitik beeinflusst werden. Dieses „Hin und Her“  erschwert die Planungssicherheit der Firmenlenker.

 

Im Dezember hat sich der Preisdruck in Deutschland abgeschwächt. Die Teuerungsrate lag bei 2,0%. Im Gesamtjahr 2025 belief sich die deutsche Inflationsrate nach europäischer Abgrenzung (HVPI) vorläufig auf 2,3%. Dies ist der niedrigste Wert seit der Hochinflationsphase der Jahre 2022 und 2023. Im Jahr 2026 werden gegenläufige Faktoren die Preisentwicklung beein­flussen. Die Energiepreise dürften aufgrund des niedrigeren Ölpreises zunächst dämpfend wirken. Auch die Reduzierung der Mehrwertsteuer im Gastronomiebereich und der Wegfall der Netzentgelte wirken inflations­bremsend. Ein höherer CO2-Preis oder die Verteuerung des Deutschland­tickets sorgen dagegen für höhere Inflationseffekte. Auch die konjunkturelle Verbesserung im Jahresverlauf sollte zu stärkeren Preiserhöhungen führen. Daher dürfte die Inflationsrate, nach 2,1% im Durchschnitt dieses Jahres, 2027 im Schnitt wieder bei 2,5% liegen.

„Harte" Frühindikatoren zeigen aufwärts
 
Risiken gehen jedoch von der Trump’schen Handelspolitik aus

 

 

 

Niedrigere Teuerungsrate im Dezember 2025



Deutschland Konjunkturprognose

  2025 2026e 2027e
Bruttoinlandsprodukt 0,2 1,0 1,6
Privater Verbrauch 1,40 0,24 0,56
Staatsverbrauch 1,50 2,28 2,13
Investitionen
-0,48 3,27 5,06
Export -0,30 -0,70 0,52
Import 3,61 1,25 1,23
Inflationsrate (HVPI) 2,26 2,10 2,50
Veränderung gegenüber Vorjahr in %, Quelle: Macrobond, DZ BANK