Das Bild stellt ein Lager oder Logistikzentrum dar, in dem eine große Menge von Kartons und Paketen gestapelt und sortiert wird. Im Vordergrund sind Förderbänder zu sehen, die dazu dienen, die Pakete zu transportieren und zu organisieren. Arbeiter sind zu erkennen, die mit der Bearbeitung und Verwaltung der Pakete beschäftigt sind. Im Hintergrund sind hohe Regale vollgepackt mit weiteren Kartons zu sehen. Diese Umgebung ist typisch für zentrale Distributionseinheiten, in denen Waren umgeschlagen, gelagert und für den Versand vorbereitet werden.

Konjunktur Deutschland

Konjunktur Deutschland

Deutsche Wirtschaft sollte 2026 stärker als bisher angenommen expandieren

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte im Schlussquartal 2025 um 0,3% gegenüber dem Vorquartal zulegen. Damit stieg das BIP sogar etwas stärker als bislang verlautbart wurde. Positive Impulse kamen aber wohl von den Konsumausgaben des Staates und der privaten Haushalte.

 

 

 

 

Deutsche Wirtschaft mit positivem Jahresausklang 2025

Auch die deutsche Industrie dürfte das Ergebnis gestützt haben, denn im Schlussquartal ist die Industrieproduktion um 0,9% zum Vorquartal gewachsen. Besonders erfreulich ist, dass die Aufträge für die Industrie deutlich zugelegt haben. Hier belief sich das Plus von Oktober bis Dezember auf knapp 10%. Zwar profitieren von der gestiegenen Nachfrage nur einige verteidigungsnahe Branchen. Auch werden die vielen Großaufträge wohl nicht unmittelbar, sondern nach und nach abgearbeitet. Aber das deutliche Auftragsplus könnte das positive Signal sein, auf das die deutsche Wirtschaft gewartet hat. Wir haben daher unsere Wachstumsprognose für das Jahr 2026 von bislang 1,0% auf 1,2% angehoben.



„Harte“ Frühindikatoren weisen aufwärts

Die vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Finanzmarktexperten bewerten indes die Konjunkturperspektiven etwas weniger optimistisch als im Januar. So hat der Teilindex der Konjunk­turerwartungen im Februar von zuvor 59,6 Zähler auf nunmehr 58,3 Punkte nachgegeben. Allerdings war der Stimmungsindikator im Vormonat um 13,8 Punkte gestiegen. Die aktuelle Lage wird im Februar mit minus 65,9 Punkten aber etwas besser als im Vormonat mit minus 72,7 Zählern eingeschätzt.

ZEW-Index zuletzt uneinheitlich

Im Gegensatz zum Trend im Euroraum ist die deutsche Inflationsrate (HVPI) im Januar nicht gesunken. Sie lag mit 2,1% leicht höher als im Vormonat. Zwar fielen die Energiepreise. Dies wurde aber durch eine stärkere Teuerung bei den Nahrungsmitteln mehr als kompensiert. Bei den Dienstleistungen ließ der Preisdruck leicht nach, sodass die Kernrate ohne die volatilen Segmente Energie und Nahrungsmittel etwas niedriger tendierte. Dennoch bleibt der Servicebereich der stärkste Preistreiber im Warenkorb der Verbraucher.

 

Im weiteren Jahresverlauf wird sich die Inflationsrate voraussichtlich nahe der Marke von 2% bewegen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte dann die stärkere Konjunkturdynamik – maßgeblich befeuert von den Fiskalpaketen für Infrastruktur und Verteidigung – auch wieder für eine Aufwärtsbewegung bei den Verbraucherpreisen sorgen.

Deutsche HVPI-Inflation lag im Januar bei 2,1% (J/J)

 

 

 



Inflation sollte in der zweiten Jahreshälfte anziehen

Deutschland Konjunkturprognose

  2025 2026e 2027e
Bruttoinlandsprodukt 0,20 1,20 1,60
Privater Verbrauch 1,04 0,59 0,56
Staatsverbrauch 2,28 2,65 2,13
Anlageinvestitionen -0,48 2,77 5,06
Export -0,06 -0,50 0,54
Import 3,61 1,31 1,24
Inflationsrate (HVPI) 2,3 2,10 2,50
Veränderung gegenüber Vorjahr in %, Quelle: Macrobond, DZ BANK