Das Bild stellt ein Gleichgewicht zwischen traditionellen Rohstoffen und digitalen Währungen dar. Links sieht man Goldbarren, die klassische Rohstoffe verkörpern, und rechts eine Bitcoin-Münze, die für digitale Vermögenswerte steht. Das Gleichgewicht wird durch eine einfache Waage symbolisiert, auf der beide Elemente gleichmäßig verteilt sind, um die Idee eines Gleichgewichts zwischen traditionellem und digitalem Markt zu vermitteln. Der Text "Rohstoffmärkte und Digital Assets" verstärkt diese Darstellung, indem er sowohl den traditionellen als auch den modernen Aspekt der Wertschöpfung anspricht.

Rohstoffmärkte und Digital Assets

Gold

Der Goldpreis kletterte jüngst auf ein neues Allzeithoch von rund 5.600 US-Dollar, um dann wieder deutlich zurückzufallen. Verantwortlich für die stark gestiegene Nachfrage waren die eskalierenden geopolitischen Spannungen, die vor allem auf die Aktionen und Äußerungen der US-Regierung zurückzuführen sind.

 

Die anschlließende Korrektur wurde durch die Nominierung von Kevin Warsh als Nach­folger für den Fed-Chefposten ausgelöst, was Investoren dazu veranlasste, Teile ihrer Gewinne mitzunehmen. Warsh wurde vom Goldmarkt als beherzter Inflationsbekämpfer eingestuft. Die fundamentalen Treiber der Goldnachfrage sind jedoch trotz dieser Korrektur weiter intakt. Der Januar 2026 hat einmal mehr verdeutlicht, dass sich die Welt auf dem Weg zur Blockbildung befindet. Ein Trend, von dem es in absehbarer Zeit keine Abkehr geben wird und von dem Gold als ultimativer sicherer Hafen profitiert. Ein Spiegelbild dieser Blockbildung sind die Währungsreserven der Zentralbanken. Trotz des starken Preisanstiegs gaben in einer jüngsten Umfrage des World Gold Councils viele Notenbanken an, den Gold­anteil in ihren Reserven weiter erhöhen zu wollen. Zentralbanken bleiben somit eine strukturelle Stütze für die Goldnachfrage.

Goldpreis (US-Dollar/Feinunze)
  04.02.2026 +3 Monate
+6 Monate
+12 Monate
Goldpreis in USD
4.985

4.600

4.700

5.000

Goldpreis in Euro
4.225 3.930 3.915 4.100
Quelle: FactSet, DZ BANK

Kryptomärkte

Der Kryptomarkt erlebt derzeit eine signifikante Korrektur, wobei Bitcoin in den letzten sieben Tagen um über 10% und Ethereum um etwa 20% nachgaben. Diese Entwicklung reiht sich in einen umfassenderen Abwärtstrend ein, der bereits im Oktober begann und Bitcoin seit seinem damaligen Allzeithoch um mehr als 40% fallen ließ. Es sind derzeit drei primäre Faktoren zu identifizieren:

 

US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den vergangenen zwei Wochen Netto­abflüsse von rund 2,8 Mrd. US-Dollar. Seit dem Höchststand im Oktober 2025 ist das verwaltete Vermögen (AUM) dieser Produkte damit um über 30% auf rund 107 Mrd. US-Dollar zurückgegangen.

 

Zusätzlich belasten makroökonomische Entwicklungen die Bewertungen. Die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik verstärkt die Risikoaversion und trug maßgeblich zu einem „Risk-off“-Umfeld bei.

 

Die Kombination aus institutionellem Verkaufsdruck, ungünstigen makro­ökonomischen Rahmenbedingungen und einer inhärent fragilen Markt­struktur führt den Kryptosektor derzeit in eine volatile Phase. Dies resultierte in den letzten Tagen in automatisierten Liquidationen in Milliardenhöhe, welche den Abwärtsdruck zusätzlich verstärkten und die Marktvolatilität erhöhten.

Bitcoin vs US-Dollar