Das Bild stellt ein Gleichgewicht zwischen traditionellen Rohstoffen und digitalen Währungen dar. Links sieht man Goldbarren, die klassische Rohstoffe verkörpern, und rechts eine Bitcoin-Münze, die für digitale Vermögenswerte steht. Das Gleichgewicht wird durch eine einfache Waage symbolisiert, auf der beide Elemente gleichmäßig verteilt sind, um die Idee eines Gleichgewichts zwischen traditionellem und digitalem Markt zu vermitteln. Der Text "Rohstoffmärkte und Digital Assets" verstärkt diese Darstellung, indem er sowohl den traditionellen als auch den modernen Aspekt der Wertschöpfung anspricht.

Rohstoffmärkte und Digital Assets

Gold

Gold hat erwartungsgemäß von dem sich zugespitzten geopolitischen Konflikt im Nahen Osten profitiert und ist zeitweise auf über 5.400 US-Dollar gestiegen. Damit hat er sich seinem Allzeithoch vom Januar 2026 bei rund 5.600 US-Dollar angenähert.

 

Anschließend hat der Goldpreis allerdings trotz anhaltender Kämpfe auf einem etwas niedrigeren Niveau konsolidiert. So dürften die Marktteilnehmer die in Gold aufgelaufenen Kursgewinne genutzt haben, um damit die erlittenen Kursverluste in anderen Assetklassen wie Aktien auszugleichen.

 

Dass der Goldpreis im Anschluss an seinen Vorstoß auf über 5.400 US-Dollar nachgegeben hat, ist auch auf die Neubewertung der US-Geldpolitik zurück­zuführen. Die Marktteilnehmer stellen angesichts bestehender Aufwärtsrisiken (Rohölpreis) für die Inflation die noch zu erwartenden US-Zinssenkungen in Frage.

 

Mittelfristig dürfte sich der Goldpreis gut unterstützt zeigen. So bleibt der Trend zur internationalen Blockbildung erhalten, der mit einer Diversifizie­rung der Währungsreserven einhergeht. Die Zentralbanknachfrage nach Gold ist seit Längerem ein strukturell wichtiger Treiber. Im Falle einer spürbaren Deeska­lation im Nahen Osten dürfte der Goldpreis aber deutlich nachgeben.

Goldpreis (US-Dollar/Feinunze)
  04.03.2026 +3 Monate
+6 Monate
+12 Monate
Goldpreis in USD
5.149

4.600

4.700

5.000

Goldpreis in Euro
4.423 3.900 3.915 4.100
Quelle: FactSet, DZ BANK

Kryptomärkte

Der Kryptomarkt demonstrierte gegenüber den jüngsten geopolitischen Spannungen eine bemerkenswerte Stärke. Ein initialer, schockbedingter Rücksetzer des Bitcoin-Kurses auf 63.000 US-Dollar wurde umgehend absorbiert, was eine schnelle Erholung in Richtung der 74.000-US-Dollar-Marke zur Folge hatte. Diese Fähigkeit, externe Schocks zu absorbieren, deutet auf eine fortgeschrittene Bodenbildung hin oder signalisiert zumindest eine starke Unterstützung nahe dem aktuellen Niveau.

 

Ein entscheidender Faktor für diese Stabilität sind die anhaltenden Zuflüsse in die Spot-Bitcoin-ETFs. Anhaltende ETF-Zuflüsse von zuletzt 1,45 Mrd. US-Dollar untermauern eine strukturelle Nachfrage, die Verkaufsdruck neutra­lisiert und das Kursniveau stabilisiert.

 

Für die kommenden Wochen wird die Kursentwicklung von Bitcoin maßgeb­lich von zwei Schlüsselmarken bestimmt: dem markanten Widerstand bei 74.000 US-Dollar und der Unterstützungszone oberhalb von 63.000 US-Dollar. Allerdings wäre erst ein nachhaltiger Ausbruch über die 74.000-Dollar-Marke notwendig, um einen neuen, kurzfristigen Aufwärtstrend zu signalisieren.

Bitcoin vs US-Dollar