Das Bild stellt ein Gleichgewicht zwischen traditionellen Rohstoffen und digitalen Währungen dar. Links sieht man Goldbarren, die klassische Rohstoffe verkörpern, und rechts eine Bitcoin-Münze, die für digitale Vermögenswerte steht. Das Gleichgewicht wird durch eine einfache Waage symbolisiert, auf der beide Elemente gleichmäßig verteilt sind, um die Idee eines Gleichgewichts zwischen traditionellem und digitalem Markt zu vermitteln. Der Text "Rohstoffmärkte und Digital Assets" verstärkt diese Darstellung, indem er sowohl den traditionellen als auch den modernen Aspekt der Wertschöpfung anspricht.

Rohstoffmärkte und Digital Assets

Gold

Die im Zusammenhang mit dem Grönland-Konflikt zu vernehmenden Andro­hungen Trumps, einige EU-Länder mit höheren US-Importzöllen zu belegen, und die angekündigten Gegenmaßnahmen der EU haben die Nach­frage nach dem sicheren Hafen „Gold“ ansteigen lassen. Der Goldpreis stieg zeitweise auf über 4.850 US-Dollar je Feinunze.

 

Am Goldmarkt spielt auch die US-Notenbank derzeit eine wichtige Rolle. Zum einen ist ihre Geldpolitik für die Goldnachfrage relevant – aktuell rechnen die Märkte mit zwei Leitzinssenkungen im laufenden Jahr. Dabei stützen niedrigere US-Zinsen die Nachfrage nach dem unverzinsten Gold. Zum an­deren ist das Vertrauen in die Fed derzeit angeschlagen, was den Dollar schwächt und Gold als alternativen sicheren Hafen stärkt.

 

Zudem hat das neue Jahr bereits gezeigt, dass sich die Welt auf einem Weg zur Blockbildung befindet. Das Jahr begann mit der völkerrechtswidrigen Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro durch die USA. Nun droht Präsident Trump mit weiteren militärischen Eingriffen in anderen Regionen. Gold profitiert als ultimativer sicherer Hafen von derartigen Entwicklungen. Ein weiteres Spiegelbild dieser Blockbildung sind die Währungsreserven der Zentralbanken, denn trotz des starken Preisanstiegs gaben viele in einer Um­frage des World Gold Councils jüngst an, den Anteil des gelben Edelmetalls in ihren Reserven nach wie vor erhöhen zu wollen. Zentralbanken bleiben somit eine strukturelle Stütze für die Goldnachfrage.

Goldpreis (US-Dollar/Feinunze)
  21.01.2026 +3 Monate
+6 Monate
+12 Monate
Goldpreis in USD
4.867

4.600

4.700

5.000

Goldpreis in Euro
4.160 3.930 3.915 4.100
Quelle: FactSet, DZ BANK

Kryptomärkte

Der Januar hat dem Kryptomarkt einen turbulenten Start beschert, der die enge Verflechtung mit globalen makroökonomischen Entwicklungen einmal mehr unterstreicht. Nach einem kurzzeitigen Anstieg Bitcoins über 97.000 US-Dollar löste die Drohung von US-Präsident Trump mit neuen Zöllen ein breites „Risk-Off"-Sentiment aus. Dies führte zu einem Kapitalabfluss aus volatilen Assets, wodurch Bitcoin nahezu 10 % seiner Kursgewinne einbüßte und aktuell wieder nahe dem Jahresausgangsniveau notiert. Hatten Trumps Zolldrohungen zunächst die Markteilnehmer dazu veranlasst, Vorsicht walten zu lassen, war nach dem Zurückrudern Trumps wieder eine gewisse Erleichterung am Kryptomarkt zu beobachten.

 

Parallel dazu treiben strukturelle Innovationen die Evolution der Finanzmärkte voran. Die New York Stock Exchange (NYSE) hat die Entwick­lung einer Plattform für den Handel und die On-Chain-Abwicklung von tokenisierten Wertpapieren angekündigt. Vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung ermöglicht die Plattform 24/7-Betrieb, sofortige Abwicklung, fraktionierten Handel und Stablecoin Integration.

Bitcoin vs US-Dollar