Das Bild stellt ein Gleichgewicht zwischen traditionellen Rohstoffen und digitalen Währungen dar. Links sieht man Goldbarren, die klassische Rohstoffe verkörpern, und rechts eine Bitcoin-Münze, die für digitale Vermögenswerte steht. Das Gleichgewicht wird durch eine einfache Waage symbolisiert, auf der beide Elemente gleichmäßig verteilt sind, um die Idee eines Gleichgewichts zwischen traditionellem und digitalem Markt zu vermitteln. Der Text "Rohstoffmärkte und Digital Assets" verstärkt diese Darstellung, indem er sowohl den traditionellen als auch den modernen Aspekt der Wertschöpfung anspricht.

Rohstoffmärkte und Digital Assets

Gold

Entgegen der traditionellen Lehrbuchmeinung, dass Gold in Zeiten erhöhter Un­sicherheit als „sicherer Hafen“ verstärkt nachgefragt wird, hat das gelbe Edel­metall nach einem anfänglichen Anstieg eine deutliche Preiskorrektur er­fahren. Ausgehend von Kursen klar oberhalb von 5.000 Dollar je Feinunze ging es zeitweise in die Region um 4.100 Dollar bergab. Gegenwind erfuhr das un­verzinste Edelmetall dabei von steigenden Opportunitätskosten, wurden doch die (Inflations- und) Leitzinserwartungen weltweit nach oben revi­diert, wodurch die Renditen an den Anleihemärkten Auftrieb erfuhren. Zudem wurden Goldbestände teils verkauft, um Nachschussforderungen bei an­deren Engagements zu bedienen.

 

Der Goldmarkt wird zwar derzeit von der Entwicklung in Nahost dominiert. Die strukturellen Treiber der Goldnachfrage sind jedoch nach wie vor intakt. Der bisherige Jahresverlauf hat einmal mehr verdeutlicht, dass sich die Welt auf einem Weg zur Blockbildung befindet. Hiervon profitiert Gold als ultimativer sicherer Hafen und Garant der Unabhängigkeit. Trotz des starken Preis­anstiegs der letzten Jahre wollen zahlreiche Zentralbanken ihren Gold­bestand weiter ausbauen.

 

Selbst wenn derzeit die Zinsseite im Fokus der Goldanleger steht, dürften die übergeordnete Blockbildung und die geopolitische Gemengelage, die aktuell insbesondere vom Weißen Haus bestimmt wird, langfristig wieder die Oberhand gewinnen. Wir halten an unserer Prognose fest und erwarten trotz kurzfristiger Volatilität eine Rückkehr zur 5.000-US-Dollar-Marke bis zum Jahresende.

Goldpreis (US-Dollar/Feinunze)
  22.04.2026 +3 Monate
+6 Monate
+12 Monate
Goldpreis in USD
4.742

4.600

4.700

5.000

Goldpreis in Euro
4.046 3.965 3.985 4.165
Quelle: FactSet, DZ BANK

Kryptomärkte

Bitcoin zeigt wieder Stärke und konnte zuletzt spürbar anziehen. Der Kurs notiert aktuell bei rund 78.000 US-Dollar und näherte sich damit erneut der Marke von 80.000 US-Dollar. Im zweiten Quartal verzeichnet Bitcoin bislang ein Plus von rund 15%. Die Entwicklung wurde vor allem durch erneut anziehende ETF-Zuflüsse und umfangreiche institutionelle Käufe ge­tragen, während geopolitische Risiken weiterhin für teils deutliche Tages­schwankungen sorgen. Ein klarer langfristiger Impuls fehlt jedoch weiterhin.

 

Auf Branchenebene gewinnt der Einsatz von Stablecoins in Alltags­an­wendungen an Bedeutung. In den USA hat der führende Essenslieferdienst DoorDash gemeinsam mit Tempo stablecoin-basierte Auszahlungen be­kanntgegeben, um Abwicklung und die Abhängigkeit von FX zu verbessern. Door­Dash vereint rund 67% der Verbraucherausgaben für Essenslieferungen in den USA und ist zudem in 40 Ländern aktiv. Krypto-Zahlungsinfrastrukturen werden damit weiter in operative Prozesse integriert.

Bitcoin vs US-Dollar