Das Bild stellt ein Lager oder Logistikzentrum dar, in dem eine große Menge von Kartons und Paketen gestapelt und sortiert wird. Im Vordergrund sind Förderbänder zu sehen, die dazu dienen, die Pakete zu transportieren und zu organisieren. Arbeiter sind zu erkennen, die mit der Bearbeitung und Verwaltung der Pakete beschäftigt sind. Im Hintergrund sind hohe Regale vollgepackt mit weiteren Kartons zu sehen. Diese Umgebung ist typisch für zentrale Distributionseinheiten, in denen Waren umgeschlagen, gelagert und für den Versand vorbereitet werden.

Konjunkturelles Umfeld

Konjunkturelles Umfeld

US-Wirtschaft erstaunlich robust – Chinas gespaltene Konjunktur bremst ab

Die US-Wirtschaft hat im vergangenen Jahr zeitweise mit kräftigem Wachstum überrascht. Im Jahr 2026 bleiben insbesondere die Ausgaben der wohl­habenden Verbraucher, die Steuersenkungen und hohe Investitionen unter anderem in KI treibende Kräfte für die US-Wirtschaft. Das Wirtschaftswachs­tum dürfte im Gesamtjahr sogar 2,7% (J/J) erreichen. Die Zollpolitik, das hohe Preisniveau und die Abkühlung am Arbeitsmarkt bleiben jedoch Belastungsfak­toren, die im Jahresverlauf zu einer allmählichen Verlangsamung der Konjunk­turdynamik führen dürften.

 

 



US-Wirtschaft stark und breit gestützt

Dass es der chinesischen Wirtschaft gelungen ist, sich angesichts der massiven Zollbelastung durch die USA im vergangenen Jahr robust zu halten, ist sicherlich eine Erfolgsgeschichte. Chinas Industrie konnte ihre einschneidenden Verluste im Exportgeschäft mit dem wichtigsten Handels­partner USA durch Absatzerfolge in anderen Ländern ausgleichen. Dennoch ist unverkennbar, dass die Konjunktur im Jahresverlauf an Dynamik eingebüßt hat. Mit entsprechend gedrosseltem Schwung dürfte die chinesische Wirtschaft auch in das Jahr 2026 gestartet sein. Die Probleme liegen vor allem im Inland: Die Folgen der Immobilienkrise lasten weiter auf der Bauwirtschaft und dem Kon­sum. Die Investitionstätigkeit schrumpft, wohl auch, weil die Behörden gegen industrielle Überkapazitäten vorgehen. Staatliche Konjunkturpakete sind dagegen nicht in Sicht. Wir rechnen daher für 2026 und 2027 mit schwächeren Wachstumsraten.

Chinas Konjunktur ist zweigeteilt

 

Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex für den Euroraum von S&P Global bleibt nach finalen Angaben mit 51,3 Punkten über der neutralen Marke von 50 Zählern. Die Auftragseingänge sind erneut – wenn auch nur schwach – gestiegen und die Geschäftserwartungen der europäischen Ein­kaufsmanager haben sich weiter aufgehellt. Die vorübergehende Verunsiche­rung durch neue US-Zolldrohungen hatte keinen wesentlichen Einfluss.

Geschäftserwartungen der EWU-Unternehmen leicht positiv

Positive Einflussfaktoren Negative Einflussfaktoren

Bilaterale (Freihandels-)Abkommen
Erratische US-Zollpolitik/Protektionismus
Effizienzgewinne dank KI / Investitionen in KI Strukturelle Standortnachteile (hohe Energiepreise)
Expansive Fiskalpolitik in einigen Ländern Steigende Staatsverschuldung (China/USA)
Niedrigere Rohölpreise auf mittlere Sicht
Geopolitische Krisen/Kriege

Volkswirtschaftliche Rahmendaten USA

  Wirtschaftswachstum
(%J/J)
Verbraucherpreise
(%J/J)
Leistungsbilanzsaldo
(in % des BIP)
Budgetsaldo
(in % des BIP)
2025e 2,2 2,7 -4,1 -6,5
2026e
2,7 3,0 -3,4 -7,0
2027e 2,1 2,6 -3,1 -6,9
Quellen: FactSet, DZ BANK

Wachstumsraten wichtiger Wirtschaftsregionen

Volkswirtschaftliche Rahmendaten Euroland

 
  Wirtschaftswachstum
(%J/J)
Verbraucherpreise
(%J/J)
Leistungsbilanzsaldo
(in % des BIP)
Budgetsaldo
(in % des BIP)
2025e 1,4 2,1 2,7 -3,3
2026e
1,0 1,9 2,7 -3,2
2027e 1,4 2,1 2,7 -3,2
Quellen: FactSet, DZ BANK

Fazit:

Die globale Wirtschaft beendet das zurückliegende Jahr 2025 mit einer bemerkenswerten Resilienz gegenüber den zahlreichen geopolitischen Tur­bulenzen, die beispiellos geprägt wurden von der Agenda Donald Trumps in seinem ersten Amtsjahr und wohl auch weiter bestehen bleiben. Die US-Wirt­schaft kann sich jedoch trotz einer erheblichen Verunsicherung besser behaupten als erwartet, vor allem dank des Booms rund um KI. Chinas gespaltene Konjunktur dürfte 2026 weiter abbremsen.

 

Die Konjunkturperspektiven für den Euroraum sind Anfang 2026 verhalten optimistisch. Der Zollstreit mit den USA wird weiterhin eine Belastung dar­stellen und das Wachstum perspektivisch dämpfen. Exportinduzierte Impulse bleiben daher wohl begrenzt. Trotz einer stärkeren Konjunktur in Deutschland wird sich die Konjunkturdynamik im gesamten Euroraum von 1,4% im letzten auf 1,0% in diesem Jahr etwas abschwächen.




EWU: Moderate Konjunkturerholung* setzt sich 2026 fort