Das Bild stellt ein Lager oder Logistikzentrum dar, in dem eine große Menge von Kartons und Paketen gestapelt und sortiert wird. Im Vordergrund sind Förderbänder zu sehen, die dazu dienen, die Pakete zu transportieren und zu organisieren. Arbeiter sind zu erkennen, die mit der Bearbeitung und Verwaltung der Pakete beschäftigt sind. Im Hintergrund sind hohe Regale vollgepackt mit weiteren Kartons zu sehen. Diese Umgebung ist typisch für zentrale Distributionseinheiten, in denen Waren umgeschlagen, gelagert und für den Versand vorbereitet werden.

Konjunkturelles Umfeld

Konjunkturelles Umfeld

Weltwirtschaft trotzt bislang den neuen US-Zöllen

Bislang hält die globale Wirtschaft den neuen US-Zöllen recht gut stand: Die bisher vorliegenden Zahlen für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal sind insgesamt besser ausgefallen als erwartet – trotz der ungewöhnlich hohen Unsicherheit. Wahrscheinlich hat diese durch Vorzieheffekte und Aus­weichstrategien sogar selbst zu den robusten Wachstumsergebnissen beigetragen. Damit dürfte das Wachstum auch im Gesamtjahr 2025 etwas kräftiger ausfallen: Wir erhöhen unsere Prognose für die Weltwirtschaft von 2,7% auf 2,9%.

Weltwirtschaft hält den Belastungen aus den neuen US-Zöllen bisher recht gut stand

Entwarnung kann jedoch nicht gegeben werden. Die aktuellen US-Zölle liegen insgesamt sogar noch etwas höher als wir bisher veranschlagt hatten. Dies dürfte sich in den kommenden Monaten und damit auf Gesamtjahresbasis 2026 negativ im Wirtschaftswachstum niederschlagen. Wir kürzen unsere Prognosen für die Euro-Länder sowie für die Schweiz, Indien und Kanada. Positive Wachstumsimpulse sollten im kommenden Jahr dagegen von fiska­lischen Maßnahmen kommen (USA/Deutschland).

Entwarnung kann nicht gegeben werden

Das gegenwärtige Hauptrisiko für die Inflation in den Industrieländern – die US-Zölle und mögliche Gegenzölle – hat sich bislang nicht materialisiert. So über­wälzen die Unternehmen die neuen Abgaben offenbar nur äußerst zöger­lich auf die Verbraucher. Während die US-Inflation auch im Juli keinen zu­sätzlichen Preisdruck bei den von Zöllen betroffenen Konsumgütern zeigte, gab es bei exportorientierten Unternehmen zuletzt zahlreiche Gewinneinbrüche. Aller­dings werden die Unternehmen diese Kosten dauerhaft kaum tragen kön­nen. Wir rechnen deshalb in den USA mit einem allmählichen Inflations­aufbau, der 2026 stärker zur Geltung kommt. In der EU sind inflationstreiben-de Vergeltungszölle auf US-Importe mit dem „Deal“ wohl erst einmal vom Tisch. Gleichzeitig sind in US-Dollar bezahlte Import­waren wie Rohöl in der EWU dank des starken Euros deutlich günstiger.

Risiko einer höheren Inflation hat sich bisher nicht materialisiert


Positive Einflussfaktoren Negative Einflussfaktoren

Bilaterale Handelsabkommen Erratische US-Zollpolitik/Protektionismus
Weitere geldpolitische Lockerungen der Notenbanken
Weitere Aufwertung des Euros
Expansive Fiskalpolitik in einigen Ländern Steigende Staatsverschuldung (China/USA)
KI führt zu Effizienzsteigerungen
Geopolitische Krisen/Kriege

Volkswirtschaftliche Rahmendaten USA

  Wirtschaftswachstum
(%J/J)
Verbraucherpreise
(%J/J)
Leistungsbilanzsaldo
(in % des BIP)
Budgetsaldo
(in % des BIP)
2024
2,8 3,0 -4,1 -8,2
2025e
1,4 3,1 -4,3 -7,8
2026e 1,8 3,0 -3,5 -8,4
Quellen: FactSet, DZ BANK
Das Bild stellt ein Balkendiagramm dar, das die erwarteten Wachstumsraten wichtiger wirtschaftlicher Regionen für die Jahre 2024, 2025 und 2026 zeigt. Die Diagrammglieder sind:

1. **Welt** - Erwartet ein stetiges Wachstum über die drei Jahre hinweg.
2. **USA** - Zeigt konsistente Wachstumsraten.
3. **Lateinamerika** - Erwartet leicht steigende Wachstumstendenzen.
4. **Asien** - Prognostiziert herausragendes Wachstum, insbesondere im Jahr 2024.
5. **China** - Zeigt signifikantes Wachstum, das leicht abnehmen kann.
6. **EMU (Europäische Wirtschafts- und Währungsunion)** - Erleben moderate Wachstumsraten.
7. **Deutschland** - Erwartet schwache Wachstumsentwicklung mit einem leichten Rückgang.

Es vergleicht diese Regionen und zeigt den Kontrast in den Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre auf, wobei Asien und China als führend im erwarteten Wirtschaftswachstum hervorgehoben werden. Deutschland und die EMU zeigen ein vergleichsweise konservatives Wachstum.

Wachstumsraten wichtiger Wirtschaftsregionen

Das Bild stellt ein Balkendiagramm dar, das die erwarteten Wachstumsraten wichtiger wirtschaftlicher Regionen für die Jahre 2024, 2025 und 2026 zeigt. Die Diagrammglieder sind:

1. **Welt** - Erwartet ein stetiges Wachstum über die drei Jahre hinweg.
2. **USA** - Zeigt konsistente Wachstumsraten.
3. **Lateinamerika** - Erwartet leicht steigende Wachstumstendenzen.
4. **Asien** - Prognostiziert herausragendes Wachstum, insbesondere im Jahr 2024.
5. **China** - Zeigt signifikantes Wachstum, das leicht abnehmen kann.
6. **EMU (Europäische Wirtschafts- und Währungsunion)** - Erleben moderate Wachstumsraten.
7. **Deutschland** - Erwartet schwache Wachstumsentwicklung mit einem leichten Rückgang.

Es vergleicht diese Regionen und zeigt den Kontrast in den Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre auf, wobei Asien und China als führend im erwarteten Wirtschaftswachstum hervorgehoben werden. Deutschland und die EMU zeigen ein vergleichsweise konservatives Wachstum.

Volkswirtschaftliche Rahmendaten Euroland

 
  Wirtschaftswachstum
(%J/J)
Verbraucherpreise
(%J/J)
Leistungsbilanzsaldo
(in % des BIP)
Budgetsaldo
(in % des BIP)
2024 0,9 2,4 3,3 -3,1
2025e
1,0 2,0 3,0 -3,3
2026e 0,8 1,9 3,0 -3,2
Quellen: FactSet, DZ BANK

Fazit:

Trumps Zollpolitik birgt sicherlich ein großes US-Inflationsrisiko. Bislang lässt sich aber noch kein Preisschub beobachten. Im Juli blieb die Jahres­teuerungsrate mit 2,7% zwar auf erhöhtem Niveau. Der Preisanstieg gegenüber dem Vormonat fiel mit saisonbereinigt 0,2% jedoch erneut mäßig aus. Dies sollte sich künftig ändern, da die US-Unternehmen dem Kostendruck wohl nicht dauerhaft standhalten können.
 

Die jetzt ausgehandelten Zollsätze reduzieren zwar die Planungsunsicherheit etwas, doch verliert die europäische Wirtschaft auf dem wichtigen US-Markt an preislicher Wettbewerbsfähigkeit. Im zweiten Quartal 2025 hat sich die Kon­junk­turdynamik schon spürbar abgeschwächt. Im zweiten Halbjahr 2025 ist auf­grund des außenwirtschaftlichen Gegenwinds mit rückläufigen Wachs­tumszahlen in der EWU zu rechnen.

DZ BANK Euro-Indikator